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Basellandschaftliche Zeitung, 16. November 2013; S. 34


Mit Hammer, Amboss und Silberplatte

Reigoldswil Barbara Amstutz übt einen Beruf aus, der langsam ausstirbt:
Sie ist Silberschmiedin

Wenn antike oder wertvolle Gegenstände wie Teekannen oder Abendmahlskelche aus Silber beschädigt sind, werden sie in die ausgebildeten und sicheren Hände einer Silberschmiedin übergeben. Barbara Amstutz gehört seit acht Jahren zu diesem immer noch gefragten, aber doch weithin unbekannten Berufsfeld. Bis Ende des 18. Jahrhunderts blühte die Industrie des Silbers in Europa. Doch heute verschwindet das Handwerk immer mehr.

(...) Ihre neue Arbeit erstreckt sich über drei Bereiche: Amstutz macht Restaurierungen und Reparaturen an alten Gegenständen. Auf Bestellung stellt sie auch Neuanfertigungen her. Zudem setzt sie eigene Entwürfe und Ideen um (...). «Bei den Restaurierungen kann man alte Arbeitsspuren entdecken und sich somit auf Spurensuche begeben. Das Material ist also die Quelle», erklärt Amstutz. In diesem Teil der Arbeit kommt wieder ihr Interesse für Geschichte zum Vorschein.

(...) Während Restaurierungen und Reparaturen rund drei Wochen dauern, arbeitet Amstutz an ihren eigenen Werken bis zu einem halben Jahr lang. Nach der Entwurfsphase, in der sie technische Skizzen anfertigt und Modelle erstellt, folgt dann die eigentliche Arbeit mit den Silberplatten, die mit Hämmern, Eisen, Ambossen und viel Hitze zu Schalen oder Bechern geformt werden. (...) Nach Abschluss ihrer Ausbildung zur Silberschmiedin baute sich Amstutz eine Werkstatt in Basel auf. Vor fünf Jahren entschied sie sich zu einem Umzug ins ländliche Reigoldswil. Hier habe sie genügend Platz für Maschinen und Werkzeuge. Auch fühle sich – anders als in der Stadt – niemand durch den Lärm gestört. Zufrieden mit der heutigen Situation sagt sie: «Jetzt bin ich hier, und das ist ideal für mich. Durch die Ausstellungen und Aufträge bin ich ja trotzdem noch viel unterwegs.»

Silvana Schreier


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