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Fricktaler Freizeit Magazin 6/2004; S. 11

Chladnische Klangfiguren

(HFE) Die gegenwärtige Ausstellung «Innerlichkeit der Materie» im Museum Erwin Rehmann führt uns in die innere Gesetzlichkeit der Metalle und lässt uns deren Sprache erleben. Sie vermittelt dem Besucher eine neue Sicht der Materie und führt uns in die geheime Sprache der Metalle ein.

Die Ausstellung zeigt neues, nie gezeigtes Material aus dem Schaffen von Erwin Rehmann und wird ergänzt durch 12 Metallteller mit Chladnischen Klangfiguren von Barbara Amstutz, Kristallen aus der Sammlung von Leander Egger und wird abgerundet durch einen Film von Roy Oppenheim zum Thema der Ausstellung.

Images du son – Chladnische Klangfiguren
Text von Barbara Amstutz

Der in Wittenberg geborene Ernst Florens Friedrich Chladni (1756–1827) war von Haus aus eigentlich Jurist. Doch seine grosse Liebe galt naturwissenschaftlichen Studien. Angeregt durch die Lichtenbergschen Figuren und die Untersuchungen Eulers und Bernoullis über das Schwingungsverhalten von Stäben begann er, die «Schwingungsarten und Tonverhältnisse verschiedener Arten von klingenden Körpern» zu untersuchen. Es gelang ihm, Töne experimentell sichtbar zu machen: Eine mit Sand bestreute Metallplatte versetzte er in Schwingung, indem er mit einem Geigenbogen am Rand entlangstrich und sie so zum Klingen brachte. Der Sand ordnete sich auf der vibrierenden Platte zu eigenartigen Mustern, den Chladnischen Klangfiguren.

Schwingung, Klang und Bild
Im Phänomen der Chladnischen Klangfiguren begegne ich Themen, die mich immer wieder beschäftigen und faszinieren: der Zusammenhang zwischen Schwingungen und Tönen und der Materialität der Welt, zwischen Klang und Bild, feinstoffliche Strukturen, unsere Vorstellungen von Ordnung und Chaos. Beim Radieren und bei meiner Arbeit als Gold- und Silberschmiedin habe ich sehr direkt mit den physikalischen und chemischen Eigenschaften der Metalle zu tun. Auch das Ohr arbeitet, vor allem beim Schmieden, immer mit. Auf Metallscheiben aus Aluminium, Stahl, Messing und Kupfer habe ich Chladnische Klangfiguren hergestellt und diese eingeätzt. Die geätzten Metallplatten dienten mir als Druckplatten für Radierungen. (...)
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