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Die Kraft und die Herrlichkeit, 2017 | Kupfer, montiert und patiniert;
195 x 138 x 152 mm
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Foto: Knud Dobberke


DIE KRAFT UND DIE HERRLICHKEIT

Langsam wurde der Mestize sichtbar, er war über dem Sattelknopf zusammengesackt, die gelben Eckzähne ragten aus dem offenen Mund heraus. Eigentlich, dachte der Priester, verdient er seine Belohnung – siebenhundert Pesos sind nicht so viel, aber davon kann er – in seinem staubigen, trostlosen Dorf – vermutlich ein ganzes Jahr leben. Er kicherte erneut; er konnte die Erschwernisse des Schicksals nie ganz ernst nehmen. Es ist durchaus möglich, dachte er, dass ein Jahr ohne Sorgen die Seele dieses Menschen retten kann. Man musste die untere Seite einer Lebenslage nur umkehren und schon krabbelten alle diese kleinen absurden Widersprüchlichkeiten heraus. Er hatte sich der Verzweiflung überlassen – und aus diesem Zustand heraus war eine menschliche Seele und war Liebe aufgetaucht – nicht die beste Liebe, aber doch Liebe. Plötzlich sagte der Mestize: «Es ist Schicksal. Einmal sagte mir ein Wahrsager … dass eine Belohnung …»

Graham Greene: Die Kraft und die Herrlichkeit. Übersetzung Barbara Amstutz



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