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Drei Trinkschalen, 2005 | Silber 925, getrieben;
135 x 80 x 65 mm
Lesen Sie den Text zu diesen Objekten.



Foto: Christopher Gmuender



TRINKSCHALEN

Eine für die frühe Neuzeit charakteristische Becherform ist der Faustbecher.
In einer Ausstellung antiker Silbergeräte in Bruxelles entdeckte ich einen solchen Becher: Das kugelige bis ovale Trinkgefäss aus Silber gehörte wohl einst in das Reisegepäck eines wohlhabenden Mannes, der ihn auf die Jagd oder auf die Reise mitnahm. Das kostbare Material Silber wurde damals wahrscheinlich nicht nur aus repräsentativen Gründen, sondern auch seiner keimtötenden Wirkung wegen für dieses Reiseutensil verwendet.

Mich faszinierte an diesem Gefäss seine schlichte ergonomische Form und das Fehlen jeglicher Standfläche; eher Schale als Becher, erinnerte es mich an die Urform des mobilen Trinkgefässes: die hohle Hand.

In Anlehnung an Material und Form dieses antiken Faustbechers habe ich ein modernes Trinkgefäss für den alltäglichen Gebrauch entworfen. Mit verschiedenen Hämmern und Eisen habe ich es aus einem 1,5 mm dicken ovalen Silberstück aufgezogen und anschliessend planiert und poliert.

Beim Trinken schmiegt sich die Trinkschale angenehm weich in die Hand. Gleich ihrem reisenden Vorbild hat sie keine Standfläche; nach dem Trinken abgesetzt, schaukelt und wiegt sie sich sanft hin und her. Auch gefüllt mit Wein, Wasser oder Fruchtsaft findet sie von selbst wieder in ihr Gleichgewicht und ihre Ruhe. Das Silber verleiht ihr eine Ausstrahlung von Wärme, Leichtigkeit und Eleganz.


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